5 geniale Effekte des Waldes auf deine Gesundheit

Aktualisiert: Juli 21


Waldbaden (japanisch:Shinrin-yoku) ist kein neuer Trend, jedoch hat das bewusste Eintauchen in den Wald hierzulande noch nicht den Status wie in Japan, wo es das “Waldbad” auf Rezept gibt. Besonders Stressgeplagte profitieren durch dieses natürliche Stressmanagement mit Schwerpunkt auf der Achtsamkeit.


Spaziergänge in der Natur und speziell im Grünen gehören bei vielen Gesundheitsbewussten schon zur Tagesordnung. Du wirst aber vielleicht erstaunt sein, welche Erkenntnisse die Wissenschaft zum Thema Heilkraft des Waldes erkannt hat.


Was verbinden wir mit den Wörtern “Wald” und “Baden” ?


Nehmen wir uns einfach mal die Zeit und blicken auf diese beiden Begriffe. Damit fängt genau jetzt bereits das Achtsamkeitstraining. Welche Emotionen lösen diese beiden Wörter in dir aus? Wenn du jetzt die Augen schließt und darüber nachdenkst, kommen mit Sicherheit Gefühle wie Ruhe, Zufriedenheit, Geborgenheit, Wärme u.a in dir hoch. Baden ist in der Regel eine Wohltat für Körper und Geist, das uns vom Alltag “bereinigt”. Genau das ist es was ein Waldbad ausmacht. Der Wald ist eine Oase der Ruhe, ein Ort des Friedens, voller Leben und aber auch Ehrfurcht vor der Natur.



Was passiert beim Waldbad?


Mit Waldbaden beschreibt die Praxis, einen kurzen, gemächlichen Besuch in einem Wald zu machen, um die Gesundheit zu verbessern. Die Praxis hat ihren Ursprung in Japan, wo sie Shinrin-yoku genannt wird.


Shinrin-Yoku hilft nachweislich, die Herzfrequenz und den Blutdruck zu senken, die Produktion von Stresshormonen zu reduzieren, die Immunität und die Stimmung zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Beim Waldbad wird ganz bewusst und aufmerksam in die Atmosphäre des Waldes eingetaucht. Da wo es holzig riecht, das Licht durch die Bäume schimmert, die frische Luft in die Nase steigt und sich die Bäume im Wind bewegen, genau da beginnt das erdende Waldbad. Am besten ohne Schuhwerk und mit Kontakt zum weichen Boden unter den Füßen. Ein Waldbad kennt nur wenig Regeln: Halte dich ganz bewusst im Wald auf und erlebe die Umgebung mit allen Sinnen. Wer diese Regel einhält kann bereits nach 20 Minuten im Wald weitreichende Effekte auf den Körper und Geist erwarten.


  1. . . . in die Waldatmosphäre eintauchen

  2. . . . Absichtslosigkeit

  3. . . . kein bestimmtes Ziel verfolgen

  4. . . . Pausen machen und innehalten

  5. . . . schlendern

  6. . . . nicht bewerten

  7. . . . Achtsamkeit

  8. . . . im gegenwärtigen Moment sein

  9. . . . riechen, lauschen, sehen, schmecken, fühlen

  10. . . . abtauchen

  11. . . . Langsamkeit

  12. . . . Genuss

Quelle: Deutsche Akademie für Waldbaden


Erkenntnisse zum Waldbaden


1.Stressreduktion


Körperliche Aktivität, in Form eines 40-minütigen Waldspaziergangs, verbessert die Stimmung und erzeugt ein Gefühl von Gesundheit und Robustheit. Das Waldbaden katalysiert eine erhöhte Aktivität des parasympathischen Nervensystems, die zur Ruhe führt, Energie spart und die Herzfrequenz verlangsamt und gleichzeitig die Darm- und Drüsenaktivität erhöht. Studien zeigen zum Beispiel einen Rückgang des Stresshormons Cortisol. Niedrigere Cortisol-Konzentrationen sind ein Signal, dass das Stress-Reaktionssystem des Körpers weniger ausgelöst wird. Eine Ausschüttung als Reaktion auf chronischen Stress kann das Risiko von Angst, Depressionen, Herzkrankheiten, Gewichtszunahme und Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen erhöhen.

Die Ergebnisse einer Studie aus Japan zeigen eindrucksvoll, dass Waldumgebungen niedrigere Konzentrationen von Cortisol, niedrigere Pulsfrequenz, niedrigeren Blutdruck, größere parasympathische Nervenaktivität und niedrigere sympathische Nervenaktivität als Stadtumgebungen fördern.


2.Stärkung der Immunfunktion


Ein Waldbad fördert einen Anstieg natürlicher Killerzellen (NK-Zellen) im Körper, laut einer Studie . Noch sind die genauen Auslöser nicht gänzlich entschlüsselt. Man geht allerdings davon aus, dass biochemische „Funksprüche“ der Bäume sogenannte „Terpene“ zu einer Aktivierung und Vermehrung von Immunzellen im Menschen führen. Die von den Pflanzen abgegebene Phytonzide sind Teil des Immunsystems der Pflanzen, reagieren jedoch mit dem menschlichen Immunsystem, indem sich dadurch offensichtlich die NK-Zellen im Körper vermehren. NK-Zellen sind Teil des angeborenen Immunsystems und gehen aktiv gegen Krebszellen vor!


3.Blutdrucksenkende Wirkung